Bei den veröffentlichten Daten handelt es sich um Adressen inklusive Geburtsdaten von Gebührenzahlern aus den Reihen der Polizei und des Innenministeriums. In einer anonymen E-Mail berichten die Hacker, dass sie nicht nur die Website gehackt, sondern auch ein komplettes Backup der GIS-Datenbank erstellt hätten, inklusive aller Vor- und Nachnamen, Geburtsdaten und Kontodaten.
Bei der GIS zeigte man sich über den Angriff verärgert. Herbert Denk von der GIS sagte jedoch, er könne ausschließen, dass die Hacker ein Backup aller Daten erstellt hätten, da Website und Datenbank auf verschiedenen Servern liegen würden.
Hacker angeblich nicht an wichtigen Daten
Von den Hackern seien nur jene Personen veröffentlicht worden, die über die Homepage mit der GIS in Kontakt getreten seien, so Denk. Von diesen - jährlich rund 20.000 Rundfunkteilnehmern - seien wiederum nur jene Daten publik gemacht worden, die von Mitarbeitern aus Polizei und Innenministerium stammten. Die Daten der rund 3,5 Millionen übrigen Kunden würden auf einem anderen Server liegen und “ich kann ausschließen, dass diese ganze Datenbank gespeichert wurde”, so Denk.
Denk erklärte, man erwäge dennoch angesichts des entstandenenKosten- und Arbeitsaufwandes und vor allem angesichts der Veröffentlichung von sensiblen Daten rechtliche Schritte. Derzeit arbeite man an der Wiederherstellung der GIS-Seite, wie lange das dauert, war zunächst nicht absehbar.
Anonymous in Österreich höchst aktiv
Erst vor drei Wochen hat der österreichische Ableger der international tätigen Anonymous-Gruppe die Webseiten von SPÖ und FPÖ lahmgelegt (siehe Infobox). Damals hatte ein anonymer Anrufer gesagt, Anonymous wolle auf diese Weise “Regierungen und Banken” angreifen. Vergangene Woche wurde die Website der FPÖ erneut gehackt.
